Inklusion

Alle Kinder sind besonders und lernen gemeinsam – dies ist der Grundgedanke der Inklusion.

In Hamburg ist der Begriff der Integration im pädagogischen Bereich seit mehreren Jahrzehnten geläufig.

Inklusion geht noch einen Schritt weiter: Alle Kinder sind besonders und alle leben und lernen gemeinsam. Es gibt nicht die Gruppe der „normalen“ oder „maßstabgebenden“ Kinder, in die hinein die Anderen, besonderen Kinder integriert werden. Die Heterogenität, die sich durch das gemeinsame Lernen ergibt, ist der Normalzustand, nach dem sich das Lernen ausrichtet. Deshalb gehören alle Kinder dazu, ohne extra „integriert“ werden zu müssen.

Konkret heißt das, dass nach dem §12 des Hamburgischen Schulgesetzes Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf ein Recht darauf haben, in einer Regelschule zu lernen. Nach der Erstellung eines sonderpädagogischen Gutachtens oder einfach auf der Basis diagnosegestützer Förderpläne kann ein Kind mit besonderem Förderbedarf wohnortnah in einer Regelschule beschult werden. In Ausnahmefällen entscheidet die Schulbehörde, welche konkrete Schule ein Kind aufnimmt.

Die Rudolf-Roß-Grundschule arbeitet seit Sommer 2010 nach dem Prinzip der Inklusion. Die Klassenlehrer, Sonderpädagogen und Erzieher sorgen gemeinsam dafür, dass alle Kinder angemessen gefördert und gefordert werden.